Pflegenotstand

Was ist eigentlich dieser Pflegenotstand wovon alle reden ? Fehlende Anerkennung und mangelnde Bezahlung haben zu einem akuten Fachkräftemangel in der Pflege geführt. Laut aktuellen Hochrechnungen der Bertelsmann Stiftung sollen bis 2030 etwa 500.000 Vollzeitpflegekräfte fehlen. Der Pflegenotstand in Deutschland hat sich zu einem Teufelskreis entwickelt, den es zu durchbrechen gilt, denn er führt zu zunehmend hohen Belastungen für die Pfleger. Diese leiden unter stetig wachsenden Druck, der Konfrontation von Krankheit und Leiden, sowie körperlichen Belastungen durch Heben und Drehen der Pflegebedürftigen. Dies führt wiederum dazu, dass fast ein Drittel der Pfleger ihren Beruf vor Eintritt ins Rentenalter aufgeben müssen. Gesundheitsexperten und Politik sind nun gefragt, um Veränderungen in der Pflege durchzusetzen.

Schön und gut selbst ich habe die Erfahrung mit dem Notstand gemacht. Ich habe ein Jahr im Krankenhaus gearbeitet und dann meine Ausbildung in der Altenpflege angefangen.Soweit so gut, ich habe schnell festgestellt das überall der Mangel da war, am Personal ,an Erneuerungen in der Einrichtung, an Plegeprodukten und mehr. Wir waren eindeutig dauerhaft unterbesetzt um es kurz zu erläutern wir hatten 48 Bewohner zu versorgen die teils alle Demenz nachwiesen oder schlimmere Diagnosen besaßen. Heißt für uns Mehr Aufwand und intensivere Pflege. Was aber nicht immer ging. Bei der morgendliche Grundpflege hatte ich nur eine halbe Stunde Zeit für ein Bewohner zu Waschen und anzukleiden definitiv zu wenig Zeit da es ja eigentlich heißt individuelle angepasste Pflege und keine Fließbandarbeit was es aber manchmal war. 30 Minuten Zeit und 8 Bewohner Pflegen ohne Pause zwischendurch. Für mich als Pfleger in der Ausbildung? Nein denn es mussten alle versorgt sein. Hätten wir mehr Personal würde jeder mehr Zeit haben für den Bewohner und müssten nicht 8 Bewohner versorgen was wirklich anstrengend war. Im Frühdienst befanden sich in der Woche max. 5-6 Pfleger und das für 48 Bewohner. Am Wochenende waren es nur 3-4 die für alle Zuständig waren und davon höchstens 2 Fachkräfte. Ich selbst als Auszubildender habe den Spätdienst für eine Etage fast alleine geschmissen natürlich in Verbindung einer Fachkraft zumindest Telefonisch. Ich habe meine Arbeit immer so gut gemacht wie ich konnte aber hätten wir mehr Pflegekräfte, bessere Arbeitsbedingungen, ein besseres Gehalt für jede Pflegekraft könnte man den Beruf auch Länger machen bis zur Rente und nicht aufhören müssen weil die eigene Gesundheit nicht mehr mittmacht.